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How streaming services can earn money with purchases by their users

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Transfermedia news
July 22, 2022

Der Potsdamer Peter Effenberg tüftelt mit seinem Start-up Transfermedia an einer neuen Einnahmequelle für ins Straucheln kommende Streamingplattformen. Die Anbieter sollen an Einkäufen verdienen, die Zuschauer während des Schauens tätigen.


Wenn Peter Effenberg seiner Tätigkeit als Produktionsleiter in der Filmbranche nachgeht, verbringt er Stunden, Tage, Wochen und Monate damit, den Film zu planen und „unfassbar viele Informationen zu sammeln“, wie er im Gespräch mit „Gründerszene“ erzählt. Informationen über Drehorte, Protagonisten, Kostüme und Requisiten. Er notiert alles.

Ist der Film jedoch im Kasten, landen diese gesammelten Informationen aber Papiermüll. „Das kann doch nicht sein“, ärgert er sich. Effenberg glaubt nämlich, dass diese Informationen Gold wert sind – und Streamingplattformen wie Netflix oder Amazon Prime damit Geld verdienen können.

Etwa, indem sie Zuschauern anbieten, mit wenigen Klicks Kleider, Möbel und sonstige Dinge aus dem Film nachzukaufen – und zwar noch während sie schauen. Das soll dann so funktionieren: Gefällt dem Zuschauer etwa das T-Shirt der Protagonistin, kann er den Film kurz anhalten, um im nächsten Schritt mit dem Finger auf das Kleid zu tippen, die Größe auszuwählen und zu kaufen.

Effenberg nennt dieses Konzept „Instream-Shopping.“ Man kann sich das ähnlich wie Amazon X-Ray vorstellen. Das ist eine Funktion von Amazon Prime Video, die Zuschauern die Option bietet, während des Films Hintergrundinformationen über involvierte Darsteller abzurufen. Auch mit Effenbergs Software sollen Zuschauer gewissermaßen Zusatz-Informationen zum Film erhalten, ohne Tabs wechseln zu müssen oder aus dem Film geschmissen zu werden.

Mit seiner 2015 gegründeten Firma Transfermedia und einem elfköpfigen Team tüftelt Effenberg gerade an einem Softwareprototyp. Der soll Daten aus verschiedenen Phasen der Filmproduktion sammeln, analysieren und im Anschluss mit dem fertigen Film matchen. Der Name des Programms: Jay. Kostenpunkt: So weit ist Effenberg noch nicht.

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